Bücher und mehr

                


 

 

Bücher

Buecher

Bücher sind das älteste Medium, das noch bis heute in großem Umfang genutzt wird. Einst galten sie als Dokumente, die nur den Privilegierten und Gebildeten vorbehalten waren. Doch spätestens mit Erfindung des Buchdrucks traten Bücher ihren Siegeszug an und verbreiteten sich in der Öffentlichkeit. Heute ist das Buch nach wie vor das Symbol schlechthin für Bildung und gehobene Unterhaltung. Und selbst in Zeiten von Internet, Fernsehen und den nun aufkommenden eBooks ist es mehr als unwahrscheinlich, dass die klassischen Bücher einfach verschwinden werden. Die Gründe dafür liegen glasklar auf der Hand.

Von all den Medien unserer Zeit ist das einfache Buch das einzige, das völlig ohne Strom auskommt und niemals aus irgendwelchen schwer nachvollziehbaren Gründen plötzlich defekt sein kann. Das Prinzip Buch ist allein schon deswegen so unersetzlich, weil es so simpel ist. An und für sich gibt es daran nichts zu verbessern. Zwar wird das Buch nun auch in digitalisierter Form genutzt – die sogenannten eBook-Reader (Game Boys für Intellektuelle) sind langsam aber sicher im Kommen – dennoch bedeutet dieser Schritt zur Digitalisierung unweigerlich, dass Stromverbrauch auftreten wird und dass immerzu die Möglichkeit des Defekts im Raum stehen wird. Allein schon deswegen ist es illusorisch zu glauben, dass die klassischen Bücher verschwinden werden. Man bedenke allein, wie lange es Bücher ohnehin schon gibt.

Natürlich wird der Markt für Bücher durch eBooks Veränderungen erfahren. Doch werden diese nicht derart grundlegend sein, wie viele befürchten. Dafür sind die Eigenschaften und die Jahrhunderte alte Reputation der klassischen Bücher einfach zu unantastbar. Selbstverständlich werden sich die Buch Verlage auf Veränderungen einstellen müssen und in Zukunft vielleicht zweigleisig fahren. Doch inwieweit das digitale online Buch den echten Büchern Konkurrenz macht, bleibt abzuwarten. Gerade beim Flaggschiff der Literatur – den Romanen und der Prosa – sollte man nicht zu ziel in Sachen eBooks erwarten. Ein eBook-Reader mag eine feine Sache sein, wenn man ein Sachbuch liest und sich unkompliziert durch dieses manövrieren will (wobei Umblättern ja auch nicht ganz so anstrengend ist), doch gerade bei den Romanen erwarten viele Experten, dass die Mehrheit der Leser es mit dem tatsächlichen Buch halten wird. Denn dieses ist bei langfristigem Lesen einfach praktischer, wenn man ein Buch von A bis Z durchliest (was Romane so an sich haben). Und völlig egal für welche Variante des Buch Lesens man sich letztlich entscheidet. Auch eBooks werden den intellektuellen Spießrutenlauf überstehen müssen, dem sich das gemeine Buch ausgesetzt sieht: Es wird Buch Kritiken, Buch Rezensionen und dergleichen über sich ergehen lassen müssen.

Letztlich lässt sich also festhalten, dass eBooks eine weitere Variante darstellen werden (ähnlich wie das Hörbuch). Deswegen den Untergang des klassischen Buches zu prophezeien, ist reichlich vermessen. Dennoch muss man durchaus die Frage gelten lassen, inwiefern das eBook eine solch nennenswerte Innovation darstellt, wie viele meinen und ob es nicht nur ein weiterer Ausdruck einer Digitalisierung ist, die auch große Gefahren in sich birgt.